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Die Crailsheim Merlins mussten sich im Topspiel der 2. Basketball-Bundesliga mit 86:78 gegen RASTA Vechta geschlagen geben. In einem hochklassigen Spiel konnten sich die Hausherren jedoch erst in der Schlussphase durchsetzen.

Merlins vec web

Vechta, 20.01.2018. Die Enttäuschung schien größer als bei der letzten Merlins-Niederlage Ende Dezember in Trier. War den Crailsheimern dort seinerzeit einfach der „Saft ausgegangen“, hätten die Zauberer im Rasta-Dome lieber die Verteidigung der Tabellenführung gefeiert. So fuhren die Merlins zwar ohne Punkte, aber mit einigen Erkenntnissen zurück nach Hohenlohe.

Die Wichtigste: An diesem Abend hatten tatsächlich die beiden aktuell stärksten Teams der ProA gegeneinander gespielt. Viel war im Vorfeld gesprochen worden, viele Vorschusslorbeeren auf diese Partie verteilt, was die zu erwartende Qualität und die Brisanz des Duells betrifft. Den Ansprüchen gerecht werden mussten die Hauptakteure auf dem Feld aber erst einmal.

Ein wahres Spitzenspiel

Von Beginn an machten sich beide Teams daran, keinen Zweifel aufkommen zu lassen, dass dieses Spiel dem Prädikat Spitzenspiel gerecht werden sollte. Viel Biss auf beiden Seiten sorgte für starke Anfangsminuten, in denen die Merlins etwas wacher waren als die Gastgeber (6:16). Nach einer Auszeit durch Vechta-Coach Spradley stellte Rasta die Schrauben die Partie wieder deutlich enger, kam aber noch nicht an den Zauberern vorbei, die immer wieder die richtigen Nadelstiche setzen konnten und eine knappe 22:24-Führung in die erste Viertelpause mitnahmen. Dennoch, das berühmte Momentum war nun auf Hausherrenseite. Zwar verpasste Young das Vierpunktspiel nach Foul beim Dreier, aber Vechta zog an den Merlins vorbei und setzte sich leicht ab (29:24). Der Stimmung unter den heimischen Fans gab dies natürlich Schwung, einer blieb davon unbeeindruckt. Seba Herrera netzte zweimal von „downtown“ ein, unter anderem per Buzzerbeater. Damit legte er den Grundstein dafür, dass Michael Cuffee von der Freiwurflinie ausgleichen konnte (32:32). Mit derselben Ausgangslage gingen beide Teams auch zur Halbzeit in die Kabine, ohne dass irgendjemand unter den über 3000 Anwesenden verwundert darüber gewesen wäre (39:39). Auch der Blick auf das Scoreboard bestätigte auch Tuomas Iisalos Einschätzung vor der Partie: Zwei äußerst ausgeglichen besetzte Teams standen sich gegenüber, jeweils vier Spieler der Kontrahenten hatten bereits sechs oder mehr Zähler auf dem Konto.

Das bessere Händchen nach der Pause erwischten die Merlins, nur um die Gastgeber damit wieder zum Nachziehen anzustacheln (51:49). So blieb die Achterbahn voll in Fahrt, mit Führungswechseln, Gleichständen und immer auf Messers Schneide. Hatten die Zauberer nach einigen Vechtaer Nachlässigkeiten die Chance, mit Vorteilen in die letzten zehn Minuten zu gehen, waren diese mit dem Tip-In Dunk von Smith zum 60:59 wieder dahin. Der Kampf um jeden Ball und jeden Zentimeter bog mit leichten Vorteilen für die Merlins auf die Zielgeraden ein (60:64), den längeren Atem sollten aber an diesem Abend doch die Hausherren haben. Der Run zum 71:66 sorgte für ein Polster zugunsten Vechtas, dem die Zauberer nicht mehr genug entgegenzusetzen hatten. Zwar gab sich das Iisalo-Team auch nach dem 82:71 nicht geschlagen und verkürzte noch einmal, musste aber durch das 86:78 letztendlich auch den direkten Vergleich an Rasta abgeben.

Stimmen zum Spiel

Tuomas Iisalo (Headcoach Crailsheim Merlins): „Gratulation an Coach Spradley und sein Team. Es war wirklich ein tolles Spiel, extrem intensiv. Beide Mannschaften haben von Anfang an gezeigt, um was es heute ging. Wir brauchen mehr solche Spiele in unserer Liga. Ich bin froh, dass ich heute Teil dieses Spiels sein durfte. Für beide Seiten war es natürlich ein Test, eine besondere Herausforderung gegen das jeweils andere der beiden besten Teams. Vechta hat am Ende allerdings auch einige sehr schwierige Würfe getroffen, aber auch von kleinen Fehlern unsererseits profitiert. Und die kleinen Fehler sind es, die in solch einem Duell dann den Unterschied ausmachen. Wir nehmen nun aus diesem Spiel Erkenntnisse darüber mit, an welchen Stellen wir uns noch verbessern müssen, um zu Vechta aufzuschließen. Natürlich hätte ich aber lieber den Sieg mitgenommen.“

Ingo Enskat (sportlicher Leiter Crailsheim Merlins): „Es war wirklich ein hochklassiges Spitzenspiel. Beide Mannschaften haben sich einen offenen Schlagabtausch geliefert und sich nichts geschenkt. Auch in der hochdramatischen Schlussphase haben beide Coaches noch alles versucht – wäre das Anspiel auf Mike Cuffee am Ende nicht zu hoch gewesen, er wäre vielleicht nicht ins Aus gesprungen und hätte mit einem Dreier den direkten Vergleich für uns sichern können.“

Statistik

Für die Merlins spielten: Smith (dnp), Turner (8 Pkt, 7 Ass), Griffin (3 Pkt), Bogdanov (2 Pkt), Herrera (12 Pkt), Wysocki (15 Pkt, 5 Reb, 4 Ass), Jost (2 Pkt), Cuffee (15 Pkt, 4 Reb, 6 Ass), Sherman Gay (21 Pkt, 6 Reb), Flomo

Viertelergebnisse: 22:24, 17:15, 21:20, 26:19

TEAMVERGLEICH:      MERLINS   Vechta
Rebounds 28 34
Assists 21 23
Steals 10 3
Blocks 1 6
     
WURFQUOTEN    
Field Goals 27/59 (46%) 27/55 (49%)
Dreier 9/25 (36%) 11/21 (52%)
Freiwürfe 15/22 (68%) 21/27 (78%)

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