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Im intensivsten Spiel der bisherigen Saison mussten die Crailsheim Merlins beim starken Auftsteiger PS Karlsruhe Lions bis in die Schlusssekunden hinein alles in die Waagschale werfen, um mit dem 75:78-Erfolg den Platz an der Sonne zu verteidigen (Foto: Förstergrafie).

Seba Karlsruhe web

Karlsruhe, 19.11.2017. Proppenvoll war die kleinste Halle der ProA. Einerseits begründet durch die geringe Kapazität der Friedrich-List-Schule, die für den Aufsteiger PS Karlsruhe nur eine Übergangslösung bis zum Umzug in die ligataugliche Europahalle (ab dem 16. Dezember). Andererseits natürlich der Brisanz des Duells geschuldet: Der neue Tabellenführer der 2. Basketball-Bundesliga gastierte beim Überraschungsteam der bisherigen Saison. Rund 40 Merlins-Fans hatten sich ebenfalls auf den Weg nach Karlsruhe gemacht und sorgten für ordentlich Radau in der kleinen Hütte.

Höchste Intensität von Anfang bis Ende

Erwartungsgemäß ausgeglichen begann die Partie, in den ersten Minuten glichen sich die Aktionen beider Teams fast wie ein Ei dem Andern (5:5). Dann aber netzten Seba Herrera und Konrad Wysocki nacheinander von „downtown“ ein und sorgten für den ersten kleinen Vorsprung für die Merlins. Diesen hielt das Team von Tuomas Iisalo zwar bis in die Schlussphase des ersten Viertels, einfache Punkte für die Karlsruher zum 14:16 aber sorgten dafür, dass der Headcoach der Merlins zur ersten Auszeit bat. Der Ausgleich folgte trotzdem, rund eine Minute vor dem Ende des Abschnitts gingen die Gastgeber in Führung (22:21). Im zweiten Viertel blieb der gegnerische Korb für die Zauberer über weite Strecken wie vernagelt. In bitterer Regelmäßigkeit sprangen scheinbar sicher verwandelte Bälle wieder aus dem Ring. War dies nicht der Fall, hatten die Karlsruher als beste „Balldiebe“ der Liga die Kugel den Gästen meist bereits zuvor aus der Hand genommen. Trotz der zu vielen Ballverluste kämpften und bissen sich die Zauberer bis zum Ende der ersten Halbzeit noch auf 38:35 heran.

Weitere Ballverluste zu Beginn des dritten Viertels sorgten dafür, dass an eine Trendwende in dieser Partie zunächst nicht zu denken war (47:39). Vor allem den beherzten Auftritten von Chase Griffin und Seba Herrera war es zu verdanken, dass die Merlins abermals ins Spiel zurückkamen (47:46). Die Merlins blieben nun dran und belohnten sich mit der ersten Führung seit dem Anfangsviertel (50:52). Einen starken Schlusspunkt auf das Viertel setzte Martin Bogdanov per Korbleger zum 51:54 vor dem letzten Quarter. Das nächste Highlight ließ der Papa selbst folgen: Patrick Flomo stopfte den Ball mit Vehemenz zum Auftakt in den Schlussabschnitt durch die Reuse. Zwei Dreier und eine Karlsruher Auszeit später hatten sich die Merlins auf 51:62 abgesetzt. Es wäre kein Topspiel gewesen, hätten die Karlsruher die Partie nicht noch einmal spannend gemacht. Das 57:62 sorgte für eine Auszeit der Crailsheimer, die anschließend ihren knappen Vorsprung bis in die Crunchtime konservieren konnten (64:70). Ein Vierpunktspiel von Karlsruhes Williams eröffnete den ganz heißen Tanz der letzten beiden Minuten (71:73). Die „Kannst-du-dir-nicht-ausdenken“-Sequenz ereignete sich bei noch 8 Sekunden Spielzeit: Ein Karlsruher Korbleger zum vermeintlichen 77:76 blieb am Ring stecken, nach dem anschließenden Einwurf für die Gastgeber verhinderte Sherman Gay per Monsterblock die Zähler der Hausherren. 2,7 Sekunden vor Schluss waren es dann Freiwürfe von Chase Griffin, die für die 75:78-Entscheidung sorgten.


Stimmen zum Spiel:

Tuomas Iisalo (Headcoach Crailsheim Merlins): „Danke für die unglaubliche Stimmung heute, der Support durch unsere Fans hat uns wieder gut getan. Zum Spiel muss ich sagen, dass wir bisher noch in keinem Spiel eine so hohe Intensität erlebt haben. Schon gegen Vechta war es sehr intensiv, aber heute wurde noch eins draufgelegt. Es ging ständig hin und her und beide Teams haben bis zum Schluss nicht aufgegeben.“

Ingo Enskat (sportlicher Leiter Crailsheim Merlins): „Das war ein tolles, kampfbetontes Spiel von beiden Mannschaften. Man konnte die Intensität richtig spüren, wodurch wohl auch die vielen ausgelassenen Chancen auf einfache Situationen zu erklären sind. Beide Teams haben es zu oft mit der Brechstange versucht, am Ende waren unsere Jungs nervenstark. Aber nach wie vor gilt, kein Stück nachzulassen und die Leistung zu konservieren und auch im nächsten Spiel wieder bis zum Ende alles zu geben.“

Statistik

Für die Merlins spielten:

Smith (3 Pkt), Turner (17 Pkt, 4 Reb), Griffin (4 Pkt, 4 Ass), Bogdanov (5 Pkt), Herrera (18 Pkt, 4 Ass), Wysocki (10 Pkt, 6 Ass, 5 Reb), Jost (2 Pkt), Cuffee (15 Pkt), Gay (2 Pkt), Flomo (2 Pkt, 7 Reb)

Viertelergebnisse: 22:21, 16:14, 13:19, 24:24

Teamstats:

Rebounds:    31:35

2Pkt %:        45:59    (21/47) – (19:32)

3Pkt %:        30:38    (6/20) – (11/29)

FW %:        71:78    (15/21) – (7/9)

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