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Es war keine Galavorstellung, am Ende war die Arena Hohenlohe trotzdem ein Tollhaus. Die Crailsheim Merlins präsentierten am Samstag den Beweis für die unberechenbare Dynamik des Basketballsports und bezwangen die NINERS Chemnitz nach einem 16:0-Schlussspurt mit 78:70 (Foto: Steffen Förster).

Team Chemnitz web

Crailsheim, 30.09.2017. Pünktlich zur Hallenöffnung um 18 Uhr öffneten sich die Schleusen der Wolken über der Arena Hohenlohe. Das schmuddelige Herbstwetter gab noch einen Grund mehr, es im hölzernen Rund der Arena umso heißer und gemütlicher zu machen. Doch eigentlich brauchte es diesen nicht. Das erste Heimspiel, noch dazu ein designiertes Top-Duell gegen die Niners Chemnitz und das Ganze mit der elektrisierenden Nostalgie des einmaligen Comebacks von Hallensprecher PIMP – alles brachte zum Tip-Off die Stimmung bereits ordentlich zum Brodeln.

Merlins machen es sich selbst schwer

Für das chilenische Blut von Sebastian Herrera war das genau richtig. Der Youngster sorgte für die ersten fünf Zähler der Merlins. Dennoch blieben die Gäste in der Anfangsphase knapp vorne, ehe die Merlins in ihrer Paradedisziplin glänzten und durch zwei Dreier von Konrad Wysocki und Chase Griffin mit 13:8 davonzogen. Trotz des Fehlens von Center Joe Lawson und einigen weiteren Blessuren im Gepäck, erwiesen sich die Gäste als gut eingespielter und schwer zu stoppender Gegner und konnten die Partie ausgeglichener gestalten als es den Hausherren lieb war (20:19, Ende 1. Viertel). Ihre bis dato beste Phase im ersten Heimspiel der Saison nutzten die Zauberer Mitte des zweiten Abschnitts zu einer 28:21-Führung, die Chemnitz zur Auszeit zwang. Anschließend konnten die Gastgeber erneut nicht mehr an die zuvor gezeigten Ansätze anknüpfen und der Spielstand blieb auf Messers Schneide. Zur Halbzeit nahm Chemnitz eine knappe Führung mit in die Kabine (38:42).

Finale Furioso

Nach dem Seitenwechsel blieben die Crailsheimer im Hintertreffen und konnten nicht verhindern, dass die Gäste erstmals mit mehr als zehn Zählern in Führung gingen (41:53). Auch ein energischer Zwischenspurt von Mitch Jost, der in der Defense einen Rebound schnappte und im nächsten Angriff der Merlins von „Downtown“ einnetzte, diente nicht als Initialzündung zur Aufholjagd. Bis zum Ende des dritten Abschnittes hielten die Niners den zweistelligen Punktabstand (52:62). Angepeitscht von den Fans in der Arena Hohenlohe gaben die Zauberer nicht auf, kamen durch Punkte von Sherman Gay und Frank Turner wieder auf 5 Punkte heran, doch ein Dreier durch Ziegenhagen schien den Lauf der Merlins abermals jäh zu stoppen (62:70). Doch die letzten rund dreieinhalb Minuten stellten den Spielverlauf schlichtweg auf den Kopf und machten aus der stimmungsvollen Arena Hohenlohe ein Tollhaus. Beherzte Korbleger von Herrera und Turner sowie ein Wahnsinnsdreier von Chase Griffin „vom Parkplatz“ brachten die Merlins zurück ins Spiel (69:70). Als Frank Turner fünf weitere Zähler zum 74:70 nachlegte, hatten konsternierte Gäste dem Rausch der Merlins nichts mehr entgegenzusetzen. An der Freiwurflinie brachten Herrera und Griffin den fast nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg nach Hause.

Nach mehrfachem Augenreiben und in die Wange kneifen stand mit dem 78:70 nach wie vor der zweite Erfolg im zweiten Saisonspiel auf der Anzeigetafel und man konnte als Fan für den Moment getrost vergessen, dass es rund 35 Spielminuten lang nicht nach dem Heimspielauftakt nach Maß aussah.

Stimmen zum Spiel:

Tuomas Iisalo (Headcoach Crailsheim Merlins): „Das war ein schwieriges Spiel für uns über dreieinhalb Viertel. Wir wussten, wie gut Chemnitz es versteht, uns die erste Angriffsoption zu nehmen, aber wir haben zu sehr versucht diese zu erzwingen. Gegen ein Team wie Chemnitz müssen wir hier den Ball anders laufen lassen, anders attackieren und mehr nach den zweiten Chancen suchen. Aber wie in Paderborn haben wir es geschafft, uns im letzten Viertel nochmal zu steigern. Dann haben wir endlich die richtige Balance zwischen Aggressivität, gutem Passspiel und der nötigen Ruhe gefunden, die wir jetzt versuchen müssen auf das ganze Spiel zu übertragen.“

Ingo Enskat (Sportlicher Leiter Crailsheim Merlins): „Das war über weite Strecken noch nicht das Spiel, das wir von der Mannschaft in der Saison erwarten können und sehen wollen. In der Schlussphase haben die Jungs aber gezeigt, was eigentlich möglich ist. Da haben die Fans natürlich dann auch nochmal das Quentchen draufgepackt, sodass sich das Team dann in einen kleinen Rausch gespielt und die Partie mit dem 16:0-Run noch gedreht hat. Diese Einstellung gilt es jetzt zu konservieren und über 40 Spielminuten an den Tag zu legen.“

Statistik

Turner (15 Pkt, 7 Ass, 3 Stl), Griffin (14 Pkt), Bogdanov, Herrera (13 Pkt), Wysocki (3 Pkt), Jost (5 Pkt), Cuffee (11 Pkt, 5 Reb), Gay (17 Pkt, 7 Reb), Flomo

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