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Im vierten Spiel des Playoff-Viertelfinales 2017 kassierten die Crailsheim Merlins gegen die Oettinger Rockets die entscheidende dritte Niederlage. Drei Viertel lang blieben die Merlins in Erfurt noch in Schlagdistanz, um die Serie am Leben zu halten, doch im letzten Viertel wurde den Zauberern von den Hausherren der Schneid abgekauft: 95:70 hieß es am Ende (Foto: Steffen Förster).

Fans Erfurt

Crailsheim, 15.04.2017. Es mangelte nicht an Selbstvertrauen. Das wurde beim 100:89-Erfolg am Mittwoch getankt. Es mangelte nicht an Unterstützung. Rund 250 Crailsheimer Fans hatten sich auf den weiten Weg nach Erfurt gemacht und standen wie ein Mann hinter dem Team. Vom Beginn dieses entscheidenden Spiels an mangelte es bei den Crailsheim Merlins an etwas anderem, das die Gastgeber dafür zu Hauf hatten: Treffsicherheit. Auch gut herausgespielte Angriffe konnten nicht in Zählbares umgemünzt werden, während am anderen Ende des Feldes Korb um Korb der Oettinger Rockets hingenommen werden musste. Dem ersten Feldkorb durch Konrad Wysocki per Dreier (8:4) folgte zunächst nur ein weiterer Treffer von „downtown“ durch Chris Dunn und die Gastgeber zogen auf satte 16 Punkte Vorsprung davon. Erst zum Ende des Anfangsviertels hin konnte ein wenig verkürzt werden (27:15). Im zweiten Abschnitt dann ein komplett anderes Gesicht. Angetrieben vom starken Support aus dem Gästeblock legten die Merlins einen 9:0-Run auf das Parkett, verkürzten kurze Zeit später sogar noch um einen weiteren Zähler (32:30). Um die Spiegelung der beiden Viertel zu komplettieren, hatte nun Gotha eine bessere Schlussphase vor der Pause parat. Mit 44:37 ging es mit einer Hypothek in die Kabine, eine Aufholjagd war nach wie vor nicht utopisch.

Nach dem Seitenwechsel traf zwar Nimrod Hilliard von der Freiwurflinie zum 44:39, anschließend aber zog Gotha erneut deutlicher davon (54:41), da bei den Merlins an diesem Tag vor allem die „einfachen Dinger“ nicht sicher fallen wollten. Aufgeben war dennoch nicht angesagt. Bis zum Ende des Viertels hatten die Merlins zumindest wieder auf Halbzeit-Niveau verkürzt (61:54), die lautstarken Fans konnten weiter Hoffnung schöpfen. Doch auch der Schlussabschnitt brachte zu wenig Konstanz der Gäste mit sich. Lichtblicken wie ein Vierpunktspiel durch Konrad Wysocki (66:60) folgten erneut zahlreiche liegengelassene Chancen und eine Heimmannschaft, die daraus immer mehr Selbstvertrauen ziehen konnte. Drei Minuten vor dem Ende stand es 79:60, nahezu in Schockstarre ergaben sich die Merlins ihrem Schicksal, das nach der 95:70- Niederlage lautet: Saisonende. Nach dem 1:3 in der „best-of-five“ Serie geht die Reise nun erst in der Saison 2017/2018 weiter. Für die besten Fans der Liga und für die Fortsetzung der über dreißigjährigen zauberhaften Geschichte der Merlins ist der sofortige Blick nach vorne die einzig akzeptable Option, nachdem die beste Zweitliga-Hauptrunde der Merlins-Geschichte in den Playoffs nicht bestätigt werden konnte.

Stimmen zum Spiel:

Tuomas Iisalo (Headcoach Crailsheim Merlins): „Glückwunsch an Gotha. Sie haben eine sehr gute Serie gegen uns gespielt, vom ersten Spiel an. Wir lagen heute das ganze Spiel zurück und haben Wege gesucht, die Lawine aufzuhalten. Ausschlaggebend und für mich nicht zu erklären war unsere Defensivleistung. Unser Erfolg, besonders in der starken Rückrunde, resultierte daraus, dass wir uns zu einem der defensivstärksten Teams der Liga entwickelt hatten. In dieser Serie haben wir nun 87 Punkte im Schnitt kassiert und kamen nicht mehr zu genügend Stopps. Die Enttäuschung ist riesengroß. Nachdem wir uns in der Hauptrunde eine sehr gute Position erarbeitet hatten, sollte die Saison so nicht enden wie heute, auch wenn wir in der ersten Runde auf einen sehr starken Gegner getroffen sind. Jeder hat so viel investiert, die ganze Organisation und vor allem auch unsere Fans, die so weit gefahren sind um uns zu unterstützen. Solch reisefreudige Fans findet man in ganz Europa selten und deswegen ist die Enttäuschung umso größer.“

Ingo Enskat (sportlicher Leiter Crailsheim Merlins): „Ein riesengroßes Kompliment an unsere Fans, die uns in dieser Saison so toll begleitet haben und heute noch einmal ein neues Highlight gesetzt haben. Das macht es umso bitterer und enttäuschender, dass diese Saison nun so zu Ende geht.“

Statistik

Für die Merlins spielten: Dunn (15 Pkt, 6 Ass), Hilliard (14 Pkt), Griffin (3 Pkt), Bogdanov (5  Pkt), Haufs, Wysocki (11 Pkt), Kotti (12 Pkt, 8 Reb), Woods, Gertz, Jost (2 Pkt), Flomo (2 Pkt), Tiggs (6 Pkt, 5 Reb)

Rebounds: 32:30

Assists: 18:15

Steals: 10:6

 

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