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Mit einem souveränen 100:89-Erfolg verkürzten die Crailsheim Merlins in der ersten Playoff-Runde der 2. Basketball-Bundesliga ProA gegen die Oettinger Rockets auf 1:2. In der heimischen Arena Hohenlohe zeigten die Merlins viel Charakter vor einem frenetischen Publikum (Foto: Steffen Förster).

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Crailsheim, 12.04.2017. Vierzig Minuten Crunchtime. Das prophezeiten nicht nur die nackten Zahlen vor dem dritten Playoffspiel der Crailsheim Merlins gegen die Oettinger Rockets, sondern auch die Atmosphäre in der Arena Hohenlohe von der ersten Sekunde an. Jeder Rebound wurde bejubelt und die Mannschaft von Tuomas Iisalo kam ebenso heiß aus der Kabine. Dreierversuch Konrad Wysocki an den Ring, Kevin Tiggs fliegt zum spektakulären Tip-Dunk ein, Beweisführung abgeschlossen.

Merlins zeigen von Beginn an Charakter

Ohne jede Spur von Verunsicherung traten die Hausherren auf und erspielten sich ein erstes kleines Polster (21:13). Auffällig war die Verbesserung der Zauberer beim Rebound, die auch Headcoach Iisalo später lobte. „Das war wichtig heute, hier von Anfang an besser zu agieren.“ Nach dem 26:18 zum Ende des ersten Viertels knüpften die Merlins in Sachen Einsatz im zweiten Abschnitt nahtlos an. Zwar konnten die Gäste durch einzelne Nadelstiche zunächst in Schlagdistanz bleiben, doch das gut harmonierende Duo Nimrod Hilliard und Kevin Tiggs sorgte für den nächsten Run der Merlins (37:24). Point Guard Hilliard blieb „heiß“ in jeder Hinsicht und sorgte auch für das 43:26, kassierte am anderen Ende des Feldes aber auch früh sein drittes Foul. Kapitän Konrad Wysocki übernahm und führte sein Team zu erstmals mehr als 20 Zählern Vorsprung. Bis zur Pause sorgten Dunks von Tiggs und Pat Flomo für weitere Ekstase bei den Fans, die sich über eine 56:37-Halbzeitführung freuten.

Wer dachte, dass die Stimmung nun bereits am Siedepunkt wäre, hätte wohl bei einer Wette sein Geld verloren. Denn nach der Pause, in welcher dank der „Drum Line“ von Dirk Feuchter alles andere als Ruhe einkehrte, war noch mehr Feuer in der Partie. Dies lag auch daran, dass die Gäste nun besser und aggressiver im Spiel waren. Die Merlins behielten aber weiter die Oberhand und sorgten mit einem starken Schlussspurt für eine klare 79:58-Führung vor dem letzten Abschnitt. Abermals stemmten sich die Thüringer gegen die erste Niederlage in dieser Playoff-Serie, abermals antworteten die Hausherren mit viel Willen. Dennoch waren die Crailsheimer nun offensiv nicht mehr so effektiv. Dass die Führung ebenso weiter Bestand hatte wie die herausragende Stimmung, lag auch an starken Aktionen in der Verteidigung, etwa bei einem Block von „Papa“ Flomo (88:74). Im Endspurt versuchten die Gäste noch mit „stop-the-clock“-Fouls noch einmal alles. Aber Chris Dunn, der bis dato ohne Punkte geblieben war, blieb nervenstark und ließ seinen ersten beiden Zählern durch Freiwürfe noch den berühmten „Deckel“ per Dreier folgen: Vom 96:83 erholten sich die Rockets nicht mehr und die Merlins brachten den 100:89-Erfolg über die Ziellinie.

Damit verkürzten die Merlins auf 1:2 in der „best-of-five“-Serie und reisen nun zum vierten Spiel (Samstag, 15.04., 19:00 Uhr) wieder nach Erfurt.


Stimmen zum Spiel:

Tuomas Iisalo (Headcoach Crailsheim Merlins): „Wir hatten uns selbst in eine sehr schwierige Situation gebracht. Aber wie die Mannschaft heute auf diese sehr emotionale Niederlage am Sonntag reagiert hat, sagt denke ich alles über den Charakter dieses Teams aus. Wir haben von Beginn an die wichtigen Dinge umgesetzt, allem voran das Rebounding. In der zweiten Halbzeit kam Gotha wieder besser zum Rebound, aber das ist es, woran wir jetzt weiter arbeiten müssen und über 40 Minuten verbessern müssen. Das war der erste Schritt heute und am Samstag wollen wir den nächsten gehen. Wir befinden uns immer noch in einer schwierigen Lage, brauchen diese drei Siege.“

Ingo Enskat (sportlicher Leiter Crailsheim Merlins): „Ich bin stolz, wie Tuomas und das Team diese schwierige Aufgabe heute gelöst haben. Wenn man 2:0 hinten liegt und mit dem Rücken zur Wand steht, aber die Mannschaft hat die letzten Tage toll gearbeitet, hart gearbeitet, ohne dass jemand den Kopf hat hängen lassen. Schon direkt nach dem Spiel am Sonntag hat man nach dem ersten Frust schnell wieder die erste selbstbewusste Reaktion gesehen. Jetzt ist das wichtige, dass es mit diesem Sieg nicht getan ist. Es war der erste von drei nötigen Siegen und wir müssen am Samstag genauso nachlegen.“

Statistik

Für die Merlins spielten: Dunn (5 Pkt, 5 Reb, 7 Ass), Hilliard (16 Pkt), Griffin (15 Pkt, 8 Reb, 5 Ass), Haufs (dnp), Wysocki (15 Pkt), Kotti (17 Pkt, 6/6 FG), Woods (dnp), Gertz, Jost, Flomo (8 Pkt), Tiggs (20 Pkt, 6 Reb)

Viertelergebnisse: 26:18, 30:19, 23:21, 21:31

Rebounds: 36:33

Assists: 23:18

Steals: 5:2

Zuschauer: 2318

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