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Eine der schwersten Aufgaben der bisherigen Saison hatten die Crailsheim Merlins am Freitagabend vor der Brust. Bei den RheinStars Köln kam es zum erwartet engen Spiel, das erst in der Verlängerung entschieden wurde. Dort zeigten die Merlins Charakter und gewannen 76:81.

Herrera win köln

Köln 27.10.2017. Eine gute handvoll Merlins-Fans konnte sich am Freitag auf den Weg nach Köln machen und zeigte sich schon bei der Spielervorstellung lautstark in der schier unendlichen Weite der Lanxess Arena. Bis zum Spielbeginn hatten sich dann auch die Trommler eingefunden und peitschten ihr Team von Beginn an nach vorn.

Spielverlauf

Deutlich konzentrierter als gegen Ulm starteten die Merlins in die Partie. Stabile Defense und ein bestens aufgelegter Sherman Gay in der Offense sorgten dafür, dass nach dem Dreier durch Konard Wysocki zum 5:11 die erste Auszeit der Kölner auf dem Programm stand. Große Mühe hatte der Hallensprecher, die doch überschaubare Zuschauerschar bei Laune zu halten, als die Merlins zwischenzeitlich auf zehn Punkte davonzogen (13:23). Von der Freiwurflinie und dem Perimeter konnten die Gastgeber durch die ein oder andere Nachlässigkeit der Zauberer bis zum Ende des ersten Viertels aber wieder verkürzen (23:27). Gut zwei Minuten ohne Korberfolg im zweiten Viertel hatten zur logischen Konsequenz, dass die Hausherren erstmals in Führung gehen konnten (28:27) und sich in der Folge nicht mehr von den Zauberern abschlütteln ließen. Im Gegenteil: Zu viele Ballverluste, zu viele liegengelassene Wurfchancen auf Crailsheimer Seite sorgten dafür, dass sich nun die Kölner ein Polster herausspielen konnten. Dieses schmolz bis zur Pause zwar auf ein Minimum, konnte aber nicht ganz getilgt werden (44:43).

Zumindest die Defense der Merlins sah nach dem Seitenwechsel zunächst wieder deutlich besser aus und das kongeniale Duo Frank Turner und Sherman Gay führte die Zauberer wieder an den Kölnern vorbei. Dennoch, das Spiel blieb auf Messers Schneide. Auch aus einem unsportlichen Foul konnten die Crailsheimer nicht viel Kapital schlagen, blieben nur knapp in Front (50:52). Erst nach und nach zogen die Merlins wieder davon und wieder einmal schickte ein Dreier von Wysocki die Kölner in die Auszeit (50:59). Doch auch anschließend blieben die Hohenloher konzentriert und nahmen eine 52:63-Führung mit ins Schlussviertel. Dort kam die Offensivmaschine der Merlins wieder ins stocken, doch dank weiterhin stabiler Defense ließ man die RheinStars kaum herankommen (54:63). Inzwischen hatten sich die Merlins eine optische Überlegenheit beim Rebound erarbeitet, einzig die Trefferquote folgte nicht dem Trend nach oben. Erst als die Kölner bereits wieder auf Tuchfühlung waren (64:65), brach Turner den Bann. Nach Bekteshis Dreier hieß es: Crunchtime vom feinsten. 29 Sekunden vor dem Ende brachte Frank Turner die Merlins in Führung, Chase Grifffin legte wenig später einen Freiwurf nach (67:70). Obwohl noch Teamfouls möglich waren, ohne die Kölner an die Freiwurflinie zu schicken, schafften es die Merlins, nur einmal von diesem taktischen Mittel gebrauch zu machen. Beim folgenden Einwurf wurde Bekteshi alleine gelassen und schickte beide Teams mit dem 70:70 in die Verlängerung.

Wieder Charakter gezeigt

Die Merlins kämpften sich abermals zurück in Führung, hatten bereits beim Stand von 73:77 die Chance, den Deckel drauf zu machen. Doch erst 20,9 Sekunden gelang Sherman Gay das 74:79 und damit eine Vorentscheidung. Chase Griffin brachte von der Freiwurflinie den 76:81-Erfolg nach Hause.

Tuomas Iisalo (Headcoach Crailsheim Merlins): „Es war klar das beste Spiel, an dem wir in dieser Saison beteiligt waren. Beide Teams haben in der ersten Halbzeit gut gespielt. Wir haben versucht, die kleinen Dinge immer etwas besser zu machen. Das ist uns besonders im dritten Viertel gut gelungen. Wir haben Köln bei acht Punkten im gesamten Viertel gehalten, das war eines der besten Viertel von uns in dieser Saison. Respekt aber an Köln, dass sie dann zurückgekommen sind und sich in die Overtime gekämpft haben. Aber haben wir bereits zuvor in dieser Saison Charakter bewiesen und das haben die Jungs heute wieder gezeigt. Der Sieg war sehr wichtig für uns, wir haben nach dem letzten Spiel einen Schritt vorwärts gemacht.“

Stats

Smith (3 Pkt, 5 Reb), Turner (20 Pkt, 10 Ass, 5 Reb), Griffin (15 Pkt, 4 Reb), Herrera (6 Pkt, 3 Reb), Wysocki (12 Pkt, 5 Ass, 3 Reb), Jost (2 Reb), Cuffee (4 Pkt, 4 Reb), Gay (19 Pkt, 9 Reb), Flomo (2 Pkt, 2 Reb)

Viertelergebnisse: 23:27, 21:16, 8:20, 18:7, 6:11

Teamstats Köln : Merlins

Rebounds: 39:40

Assists: 18:18

Ballverluste: 17:13

Effektivität: 82.90