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Nicht nur die Damen kamen bei der „Ladies Night“ auf ihre Kosten: Das Duell zwischen den Crailsheim Merlins und den RheinStars Köln glich einem einzigen Feuerwerk, bei dem die Merlins ein paar Böller mehr im Köcher hatten und mit 106:94 gewannen (Foto: Steffen Förster).

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Crailsheim, 28.02.2018. Eines der meistzitierten Themen vor dem Spiel zwischen Crailsheim und Köln war das des anstehenden Duells der offensivstärksten Mannschaft gegen das defensivstärkste Team der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Viele Augen waren darauf gerichtet, welcher Spielstil sich in dieser Partie durchsetzen und dementsprechend einem der Kontrahenten in die Karten spielen würde. Dass aber das Pendel so extrem in eine Richtung ausschlagen würde und trotzdem einen Krimi mit Playoff-Qualitäten offenbaren würde, überraschte und begeisterte die mehr als 2000 Fans in der Arena Hohenlohe gleichermaßen.

Merlins gegen Gilder-Tilbury

So trug auch eine elektrisierte Stimmung im Hexenkessel dazu bei, dass die Energie auf dem Feld nicht eine Sekunde lang nachliess, nachdem sich schon im ersten Viertel ein echter Shootout entwickelte. Wie beinahe über die gesamte Spieldauer hieß es zumeist Crailsheim gegen Gilder-Tilbury. Die Kölner Nummer eins erzielte alleine in den ersten zehn Minuten 12 Punkte, am Ende standen 29 Zähler zu Buche. Mit starkem Teamplay hielten die Merlins dagegen, gingen dennoch mit hauchdünnem Rückstand in die erste Viertelpause (29:30). Nicht viel weniger Punkte gab es im zweiten Abschnitt, allerdings konnten sich die Zauberer nun einen leichten Vorsprung verschaffen (52:41). Wer jedoch dachte, mit zunehmender Spieldauer würde die offensive Ausrichtung der Partie eindeutig den Crailsheimern in die Karten spielen, sah sich getäuscht. Teils wilde Dreier der Gäste fanden reihenweise ihr Ziel, sodass der Vorsprung zur Halbzeit auf 59:55 geschrumpft war. Mit in der Summe 114 Zählern hatten die beiden Teams übrigens bereits jetzt das Endresultat des jüngsten Spiels der Kölner gegen Spitzenreiter Vechta beinahe eingestellt (57:58: 115).

Dreamboys und Dream-Plays

Die „Dreamboys“, die zur Ladies Night eine ganz besondere, körperbetonte Halbzeitshow boten, hatten wohl ausreichend Rest-Hitze auf dem Parkett gelassen, als die Sportler wieder dran waren. Denn das muntere Scheibenschießen wurde fortgesetzt, die Kölner gingen die Pace der Merlins weiter mit und konnten kleinere Lücken immer und immer wieder mit erfolgreichen Würfen von „downtown“ schließen. Mit einem Zwischenstand von 80:76, bei nicht wenigen Basketballspielen als respektabler Endstand auf der Anzeigetafel, ging es ins Finale furioso, das letzte Viertel. Den besseren Start erwischten hier die Hausherren, Frank Turner war für das nächste Highlight zuständig: Nach einem Steal alleine gegen drei verteidigende Kölner, legte er den Ball mit seiner schwachen linken Hand elegant im Korb ab (87:76). „Der wohl geilste Korb, den ich bisher in dieser Halle gesehen habe“, adelte Sportdirektor Ingo Enskat diese Aktion. Aber das grüßende Murmeltier brachte die nächsten beiden Dreier der Gäste mit. Als man eigentlich nur noch fragen wollte, welches Team denn als erstes die „100“ knackt, legten die Merlins abermals eine Schippe drauf und kratzten an der magischen Marke (98:84). Konrad Wysocki sorgte dann, natürlich per Dreier, für die dreistellige Punktausbeute (101:87). Mit schwindender Spieldauer konnten die RheinStars nun nicht mehr antworten und blieben am Ende unter der 100er-Marke, während die Merlins ihren starken Auftritt als Mannschaft mit dem 106:94-Erfolg krönten.

Stimmen zum Spiel

Tuomas Iisalo (Headcoach Crailsheim Merlins): „Das ist natürlich ein Spiel, das den Fans deutlich besser gefällt als den Coaches. Beide Mannschaften haben einige individuelle Fehler gemacht. Natürlich sind beide Teams sehr stark, aber die Wurfquoten auf beiden Seiten waren außergewöhnlich. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit aber vor allem defensiv stabilisiert. Zwar haben wir immer noch die Dreier abgegeben, weil Gilder-Tilbury und Morgan einfach auch die schweren Würfe getroffen haben, aber dafür haben wir unter dem Korb dicht gemacht. Es hat mich gefreut, dass Derrick heute das erste Mal einen Vorgeschmack auf sein Potential gegeben hat. Er rückt jeden Tag ein Stückchen weiter ins Team hinein, Philipp ist bereits gut akklimatisiert. Jetzt müssen wir die Aufgabe meistern, unsere „alten Herren“ für das Spiel in Baunach wieder fit zu kriegen.“

Ingo Enskat (sportlicher Leiter Crailsheim Merlins): „Offensiv eines der besten Spiele, die wir hier gesehen haben, von beiden Teams. Die Kölner haben wirklich ein paar klasse Würfe getroffen und immer wieder unsere Arbeit zunichte gemacht, einen kleinen Vorsprung herauszuarbeiten. Aber das Zusammenspiel unserer Mannschaft war stark und man hat schön gesehen, wie viele Optionen wir haben. Über die Defense schweigen wir einfach mal.“

Denis Wucherer (Headcoach RheinStars Köln): „Für die Zuschauer war das heute schön anzusehen. Die Wurfquoten waren natürlich außergewöhnlich, aber richtig weh getan hat uns Frank Turner. Er spielt eine überragende Saison und wir hatten keine Chance ihn zu stoppen. Er hat uns auseinandergenommen und dann haben es gute Schützen wie Konrad Wysocki außen eben einfach.“

Statistik

Merlins: Smith (dnp), Turner (20 Pkt, 5 Reb, 5 Ass, 4Stl), Griffin (14 Pkt), Bogdanov (4 Pkt), Herrera (10 Pkt), Wysocki (20 Pkt, 12 Reb, 7 Ass), Neumann (3 Pkt, 3 Reb), Jost, Cuffee (8 Pkt), Marks (13 Pkt), Gay (14 Pkt, 5 Reb)

Viertelergebnisse: 29:30, 30:25, 21:21, 26:18

Teamvergleich Crailsheim Köln
Rebounds 34 27
Assists 26 18
Steals 7 9
Wurfquoten    
Field Goals 40/62 (65 %) 34/69 (49 %)
Dreier 14/25 (56 %) 16/26 (62 %)
Freiwürfe 12/20 (60 %) 10/15 (67 %)

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